Jährlich erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall mit teils fatalen Folgen für die Gesundheit und die Mobilität. Für viele dieser Betroffenen ist dieses bereits der zweite Schlaganfall – doch wieso steigt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Attacke so massiv an und was können Betroffene dagegen unternehmen?

Gesunde Ernährung hilft bei der Vorbeugung

Für viele bedeutet die Zeit nach dem Schlaganfall: Blutzucker senken, Bluthochdruck in den Griff bekommen und das Blut flüssig halten. Diese Faktoren werden an erster Stelle oft hauptsächlich durch Medikamente gelöst, doch spielt eine ausgewogene Ernährung hierbei ebenso eine wichtige Rolle. Eine einheitliche und ausführliche Aufklärung sollte in jedem Fall stattfinden und Betroffene über die vielen Vorteile einer gesunden Lebensweise informieren. So kann nicht nur der Körper sowie das Immunsystem unterstützt werden, auch wird automatisch viszerales Fett abgebaut. Dieses umhüllt unsere Organe, besonders jedoch das Verdauungssystem. Hat der Mensch zu viel von diesem Fett, steigen Risikofaktoren, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigen können. Gesunde Fettsäuren, wie z.B. Omega-3, sowie Nüsse und abwechslungsreiches Obst und Gemüse sollten einen festen Platz in unserem Ernährungsplan erhalten.

Risikoreiche Krankheiten behandeln

Wie bereits oben erwähnt, sind Blutzucker und Bluthochdruck zwei überaus wichtige Punkte, die es bei der Schlaganfallvorbeugung und Nachsorge zu behandeln gilt. Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes sollten in regelmäßigen Abständen vom behandelnden Arzt überwacht und kontrolliert werden. Eine gut eingestellte Medikation kann helfen, einer erneuten Attacke besser auszuweichen. Hier sollte in enger Absprache mit dem Arzt abgewogenen werden, wie hoch dosiert die Tabletten sein müssen und welche Umstände der Betroffene durch Ernährung, Sport und einer gesunden Lebensweise ausgleichen kann.

Ausreichend Bewegung und Sport

Sport hält fit und gesund! Diese Tatsache ist nicht nur allgemeingültig, sondern findet verstärkt nach einem Schlaganfall Anwendung. Je nach Mobilität und Kraft, können Wassersport, Spaziergänge oder auch Ausdauertraining mit in den Alltag eingebaut werden. Diese können den Bluthochdruck senken und der Körper wird für eine weitere Rehabilitation gestärkt. Doch nicht nur der Körper trägt seine Vorteile aus genügend sportlicher Aktivität, auch psychisch kann es unserem Kopf helfen und uns wieder mehr Hoffnung signalisieren. Ausreichend Bewegung kann uns aus unserem Alltagstrott herausholen und einen Teufelskreis unterbrechen, der nach einem Schlaganfall schnell zustande kommt. Betroffene werden weniger aktiv, ziehen sich zurück und die Genesung geht nur noch schleppend voran. Genau diesen Faktor gilt es zu unterbrechen und neue Stabilität zu gewinnen. Dabei reichen meist schon wenige Stunden pro Woche aus, einen wichtigen Teil zur weiteren Vorbeugung beizutragen.

Denksport kann zusätzlich bei der Reha helfen und unserem Hirn durch die stetige Aktivität wieder schneller zur Genesung verhelfen.

Nikotin und Alkohol – was ist Tabu?

Was vielen schon bewusst war: Nikotin und Alkohol beeinflussen unseren Körper und das Schlaganfallrisiko auf negative Art und Weise. Bestimmte Risikofaktoren begünstigen einen erneuten Hirnschlag, welchen es unbedingt so vermeiden gilt.

  • zu hohe Blutfettwerte (Cholesterin)
  • Bluthochdruck
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Alkohol

Mehrere Studien belegen, dass Raucher ein 2-fach erhöhtes Risiko haben einen Schlaganfall zu erleiden. Der Hauptgrund liegt hier in der Belastung der Blutgefäße und in der Verkalkung der Arterien. Genau diese sind jedoch überaus wichtig, um einen durchgehenden und stetigen Blutfluss zu gewähren sowie das Hirn mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Wer mit dem Rauchen aufhört, kann nicht nur sofort, sondern auch langfristig positive Erfolge erzielen und zur Gesundheit beitragen. Auch der Alkoholgenuss sollte auf ein Minimum, wenn nicht sogar vollständig reduziert werden. Dieser erhöht den Bluthochdruck, welcher wiederrum einer der Hauptrisikofaktoren für einen Schlaganfall ist.