Der Wunsch, ein langes, erfülltes und vor allem gesundes Leben zu führen steht bei den meisten Menschen an oberster Stelle. Doch selbst wer ein gesundes und aktives Leben führt, hat keine Garantie im Alter vor Krankheiten verschont zu werden. Viele Krankheiten treten vor allem bei älteren Personen in einer auffällig erhöhten Anzahl auf. Zu diesen altersbedingten Krankheiten gehören durch Bluthochdruck hervorgerufene Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Diabetes, Krebs, Arthrose, aber auch Depressionen. Eine gemeinsame Ursache für diese Erkrankungen kann nicht gefunden werden, doch mehrere Annahmen könnten erklären, wieso diese im Alter begünstigt werden.

Mangel an Bewegung

Im Alter werden die Gelenke, Muskeln und Knochen schwächer. Die Bewegungen fallen schwerer und längere sportliche Betätigungen werden seltener. Doch genau dies sorgt dafür, dass der Bewegungsmangel noch mehr verstärkt wird. Genau dieser Mangel ist einer der Ursachen für Übergewicht und Bluthochdruck. Auch im Alter sollte daher gezielte Bewegung ein Teil des Alltags sein. Zwar ist der Körper (in der Regel) nicht mehr fit genug, um einen Marathonlauf zu bewältigen oder einen hohen Berg zu erklimmen, doch bereits regelmäßige Spaziergänge (30 Minuten, mindestens 3 Mal wöchentlich) können den Blutdruck erheblich senken und die Gefahr von Übergewicht reduzieren.

Ungesunde Ernährung, Alkohol und Rauchen

Bei diesen Punkten handelt es sich um Faktoren, welche in jüngeren Jahren einfacher weggesteckt werden können. Die Vergiftungserscheinungen werden leichter beseitigt. Auch sorgt der langjährige schlechte Umgang mit dem Körper dazu, dass Organe dauerhaft geschädigt werden. Eine langfristige und regelmäßige Einnahme von Alkohol kann den Blutdruck erheblich steigern. Damit wird auch die Gefahr auf Schlaganfälle und damit verbundene Behinderungen erhöht. Ebenso wirkt sich das langjährige Rauchen negativ auf unsere Gesundheit aus. Blutgefäße werden verengt, wodurch ebenfalls das Risiko eines Schlaganfalles erhöht wird.
Eine ungesunde und unausgewogene Ernährung wirkt sich bereits bei jüngeren Personen negativ auf das Gewicht und damit auch auf die Gelenke, Muskeln und Blutgefäße aus. In Kombination mit Bewegungsmangel kann dies in älteren Jahren häufig zu Diabetes führen. Bereits über 30 Prozent der über 60-Jährigen leiden in Deutschland an dieser Krankheit.

Allgemeine Verschleißerscheinungen

Viele Funktionen des menschlichen Körpers werden über die Jahre hinweg langsam, aber stetig zurückgefahren. So wird beispielsweise die Talgausschüttung kontinuierlich reduziert, wodurch der Fettfilm auf der menschlichen Haut nicht mehr seine optimale schützende Wirkung erzielen kann. In weiterer Folge entstehen Falten. Doch nicht nur diese und ähnliche Funktionen werden reduziert. Auch das integrierte Gen-Reparatur-System arbeitet weniger zuverlässig. Die Folge sind häufigere Erkrankungen an Krebs im höheren Alter.

Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und zwischen Krankheiten

Wo viel ist, kommt noch mehr hinzu. Die Behandlung von Krankheiten durch Medikamente ist üblich und durchaus effizient, dennoch können durch die Einnahme von jedem Medikament auch Nebenwirkungen auftreten. Diese können die Entstehung neuer, anderer Krankheiten begünstigen oder auch bereits für sich selbst als Erkrankung bezeichnet werden. Um diese Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden sollte auch bei alten Menschen grundsätzlich gelten: Weniger ist mehr. Eine stetige Kontrolle der Medikamente ist daher unabdingbar.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Gefahr, dass durch chronische körperliche Beschwerden auch psychische Erkrankungen verursacht werden können. Vor allem altersbedingte Krankheiten, wie die Depression, sind in diesem Zusammenhang zu nennen.