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COPD – Ursachen für die Verengung der Atemwege

COPD – hinter diesen vier Buchstaben, die sich aus dem Englischen von „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ ableiten, steckt eine ganze Menge. Die Verengung der Atemwege umfasst eine Erkrankung der Lunge, bei der es zu einer Verengung der Atemwege kommt. Die Krankheit ist nicht heilbar und nur teilweise reversibel.

COPD ist eine Erkrankung, die bis zum Lebensende bestehen bleibt und meist chronisch verläuft. Die typischen Symptome sind Atemnot und Husten, nicht selten mit Auswurf. Leider wird COPD nicht immer gleich erkannt. Oftmals wird ein chronischer Husten diagnostiziert. Nicht selten wird COPD erst festgestellt, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Auch wird die Erkrankung oft mit Asthma verwechselt.

Während die Atemnot anfangs nur nach Belastungen auftritt, verstärken sich die Symptome bei einer COPD-Erkrankung und der Patient wird auch ohne Belastung kurzatmig. Das späte Erkennen der Krankheit kann zur Beeinträchtigung anderer Organe, wie Herz, Skelett und Muskulatur, führen. Die Ursachen von COPD sind vielseitig.

3D-Ansicht der menschlichen Lunge mit COPD

Ursachen von COPD

Nicht selten ist COPD die Folge einer chronischen Bronchitis. Das heißt, hat ein Patient in zwei oder mehr Jahren jeweils mehrere Monate lang anhaltenden Husten mit Schleimbildung und Auswurf, besteht das Risiko, an COPD zu erkranken. Das betrifft auch das Verschleppen einer Bronchitis. Zur chronischen Bronchitis kommt die dauerhafte Verengung der unteren Atemwege hinzu. Die unteren Atemwege betreffen die Bronchien und ihre Verzweigungen, die Bronchiolen. Einer COPD-Erkrankung geht immer eine chronische Atemwegsentzündung voraus, die die Abwehr- und Reparaturkräfte der Lunge schädigt.

Es gibt verschiedene Risiken, die COPD begünstigen und zum Ausbruch der Lungenerkrankung führen. Eine der häufigsten Ursachen von COPD ist das Rauchen. Experten gehen davon aus, dass die Schadstoffe einer Zigarette die Hauptauslöser für die Lungenerkrankung sind. Studien sprechen für sich: 9 von 10 COPD-Patienten waren oder sind Raucher. Von allen Rauchern tragen 20 % das Risiko, an einer Verengung der Atemwege zu erkranken. Je länger und je mehr ein Mensch raucht, desto größer wird sein Risiko an COPD zu erkranken.

Auch Nicht-Raucher erkranken an COPD, somit können andere Auslöser im Spiel sein. Erbliche Faktoren spielen eine Rolle bei den bereits erforschten Ursachen von COPD. Entzündungen der unteren Atemwege können erblich sein. Einigen Menschen fehlt aus genetischen Gründen das Schutzeiweiß Alpha-1-Antitrypsin, welches für die Abwehrmechanismen im Lungengewebe zuständig ist. Ein Mangel dieses Eiweißes führt zu Schäden am Lungengerüst und folglich zu einer höheren Wahrscheinlichkeit an COPD zu erkranken.

Andere Ursachen von COPD hängen mit Luftschadstoffen zusammen. So können auch Passivraucher betroffen sein oder Menschen, die in der Umwelt oder im Beruf mit Schadstoffen in der Luft konfrontiert sind. Dazu gehören verstärkt Arbeiter im Bergbau und Menschen, die mit Chemikalien, Staub und Dämpfen arbeiten.

COPD im Alter

Ältere Menschen sind häufiger von COPD betroffen. Das liegt daran, dass sich die Atemwege im fortschreitenden Alter generell verändern und Begleiterkrankungen hinzukommen, welche die Verengung der Atemwege begünstigen. Ungefähr 15 % der Menschen über 65 Jahren leiden an der Lungenerkrankung.

Hinzu kommt die erschwerte Therapie im Alter. Atemnot und Kurzatmigkeit im Alter werden oft als gängige Begleiterscheinung des hohen Alters gesehen. Altert ein Mensch, wird die Lungenfunktion nach und nach eingeschränkt, das Bronchial- und Lungengewebe verliert an Elastizität. Die Lunge altert quasi mit. Zudem erhöht sich das Risiko einer Lungenentzündung im Alter und ein altersbedingt schwächeres Immunsystem kann zu schweren Verläufen von COPD führen. Daher ist es wichtig, dass ein Arzt konsultiert wird, wenn es zu Husten, Atemnot und Auswurf kommt. Älteren Menschen wird geraten, sich vorsorglich Impfungen gegen Pneumokokken und Grippe zu holen.

Eine Verengung der Atemwege muss behandelt werden

Wird COPD nicht behandelt, schreitet die Lungenerkrankung weiter voran und die Lungenfunktion wird zunehmend eingeschränkt. Auch Infekte, Luftverschmutzung, bestimmte Medikamente, Verletzungen des Brustkorbs, Herzleiden und feucht-kaltes Wetter können die Krankheit verschlimmern. Die Bronchien verengen sich dauerhaft und immer mehr, die Schleimhaut ist entzündet, es bildet sich zäher Schleim und es kommt zu Atemnot und Kurzatmigkeit. In Kombination mit Asthma kann eine COPD-Erkrankung ebenfalls schlimmer werden, da sich in diesem Fall die Lungenfunktion noch schneller verschlechtert.

Wichtig ist vor allem für die betroffenen Patienten, das Rauchen ab Diagnose einzustellen. Eine Reha kann dabei helfen, die Krankheit besser zu verstehen und mit ihr leben zu lernen.