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Woran erkennen Sie Rheuma und welche Behandlungsmethoden gibt es?

Der Begriff „Rheuma“ ist eine Zusammenfassung von über 100 bekannten rheumatischen Erkrankungen. Sie unterteilen sich grob in:

  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen
  • degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
  • stoffwechselbedingte Erkrankungen
  • Weichteilrheumatismus
Ältere Frau drück mit dem Finge in ihre Hand wegen Rheumaschmerzen

Was Rheuma eint, sind chronische Schmerzen im Bewegungsapparat. Die Schmerzen können relativ kleine Bereiche wie Fingergelenke oder den gesamten Bewegungsapparat betreffen.

Die Ursachen für rheumatische Erkrankungen sind in den meisten Fällen nicht bekannt.

Einige Formen des Weichteilrheumatismus gehen auf eine fehlerhafte Körperhaltung zurück, einige Formen der stoffwechselbedingen Erkrankungen auf fehlende Nährstoffe.

Nur eines gilt für alle rheumatischen Erkrankungen: Unabhängig von der Art der Erkrankung verhindert ein frühzeitiges Erkennen eine Verschlechterung des Zustands und mildert die bestehenden Symptome ab.

Arthritis: Die entzündlich-rheumatische Erkrankung

Die Arthritis erkennt man anhand der morgendlichen Steifheit in den Fingergelenken. Ein geringes Maß an Steifheit in den Gelenken ist normal, hält diese aber länger als 30 Minuten an, kann es sich um Arthritis handeln.

Vor allem die Fingergelenke sind betroffen, aber auch größere Gelenke wie Ellbogen, Knie oder Schulter können sich entzünden. In seltenen Fällen breitet sich die Entzündung auf die Organe aus.

Im Verlauf der Krankheit kommt es häufig zu Allgemeinsymptomen wie Erschöpfung, Leistungsschwäche, Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust.

Die Ursache der Arthritis ist unbekannt. Es gibt keine gezielte Therapiemöglichkeit und keine vollständige Heilung. Medikamente und alternative Heilmethoden (Kältepackungen, Wickel mit Quark oder Essig) verhindern jedoch eine Verschlechterung und zeigen gute Therapieerfolge.

Arthrose: Eine degenerative Gelenkerkrankung

Bei einer Arthrose ist der Knorpel großflächig geschädigt. Besonders häufig sind Zehen, Finger, Hüfte und Knie betroffen. Ungleich der rheumatoiden Arthritis, die eine Entzündung ist, können die Schmerzen bei einer Arthrose durch schonende Bewegungen vermindert werden.

Die Morgensteifigkeit nimmt bei einer Arthrose relativ schnell ab. Feuchtes und kaltes Wetter, besonders in Kombination, verschlechtern jedoch den Zustand. Die Arthrose ist bekannt für ihre Anlaufschmerzen. Zuerst muss sich der Patient „warmgehen“, bevor er sich wieder schmerzfrei bewegen kann.

Ein einmal zerstörter Knorpel kann nicht mehr geheilt, nur operiert werden. Das abgenützte Gelenk wird durch eine Prothese (ein künstliches Gelenk) ersetzt. Dieser Schritt erfolgt nur, wenn alle anderen Therapien erfolglos bleiben. Krankengymnastik, Schwimmen und Radfahren sind ideal, um der Abnutzung von Gelenken vorzubeugen.

Osteoporose: Eine stoffwechselbedingte Erkrankung

Frauen in den Wechseljahren sind besonders häufig von der Osteoporose betroffen. Die Osteoporose bleibt oft über Jahre hinweg symptomlos, deshalb zählt sie zu den „schleichenden Krankheiten“.

Der menschliche Knochen besteht aus Gewebe, das sich kontinuierlich erneuert. Bei einer Osteoporose wird das Knochengewebe schneller ab- als wieder aufgebaut. Die Folge sind Knochenbrüche.

Die einzige Form der Diagnose ist die Messung der Knochendichte. Bei einer Osteoporose muss vor allem auf die Ernährung geachtet werden. Kalzium und Vitamin D sollten weder in zu großen, noch in zu kleinen Mengen eingenommen werden. Spezielle Physiotherapien helfen Knochen, schneller Gewebe aufzubauen.

Weichteilrheumatismus

Weichteilrheumatismus ist ein Sammelbegriff für jene chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates, die nur die „weichen“ Teile betreffen. Also Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden, Bänder, Schleimbeutel und Bindegewebe.

Probleme der Achillessehnen, Schulter-Arm-Syndrom, der berühmte Tennisellbogen oder Fibromyalgie sind Erkrankungen dieser Rheumatismus-Form. Von einigen Autoren wird Fibromyalgie oft mit Weichteilrheumatismus gleichgesetzt.

Unterschieden wird zwischen generalisiertem Weichteilrheuma (Fibromyalgie) und lokalisiertem (z. B. Achillessehne). Die Ursachen sind häufig eine Überbelastung oder eine ständige Fehlbelastung einer bestimmten Körperregion.

Die Triggerpunkt-Therapie (schmerzhafte Stellen werden gedrückt und gedehnt) ist ebenso erfolgreich in der Schmerztherapie wie lokale Injektionen flüssiger Arzneistoffe ins betroffene Gewebe (lokale Infiltration).