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help4seniors ist eine kleine, herzliche Pflegeagentur aus Düsseldorf. Wir vermitteln professionelle Pflegekräfte aus Osteuropa für die sogenannte 24 Stunden Betreuung. Wir haben es uns zur Mission gemacht, pflegebedürftigen Menschen ein würdevolles Leben zuhause, bei ihren Angehörigen, zu ermöglichen.

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Wie viel Vergesslichkeit im Alter gehört zum Alltag?

Wir alle kennen diese Situationen: Eben wollte man eine Geschichte erzählen und dann ist ein Name plötzlich aus dem Gedächtnis verschwunden. Oder die Schlüssel liegen irgendwo – nur wo? Dinge zu vergessen kann völlig normal sein, eine Krankheit liegt erst dann vor, wenn sich die Vergesslichkeit im Alter häuft.

Gedächtnis-Aussetzer können viele Gründe haben

Sich mal an etwas nicht erinnern können oder einen Namen vorübergehend vergessen, ist völlig normal.

Solche Lücken kennen Menschen jeden Alters. Das Gedächtnis ist kein starres Gebilde. Unser Gehirn und die Informationsverarbeitung sind ständig in Bewegung.
Es werden neue Informationen aufgenommen, andere abgelegt und dann stellt das Gehirn auch noch Verknüpfungen zwischen einzelnen Gedächtnisinhalten her.
Sind diese Strukturen in Bewegung oder steht ein Mensch unter Stress, kann der Zugriff auf gewisse Daten eine Zeitlang unmöglich sein.
Ein typisches Gedächtnis-Phänomen ist, dass die Information irgendwann auftaucht, wenn man gar nicht mehr damit rechnet.

Weitere Faktoren, die das Gedächtnis beeinflussen:

• Emotionen und Stress
• Flüssigkeitsmangel
• Erschöpfungszustände
Medikamente
• Alkohol.

Insbesondere Menschen, die zu Hektik und Unkonzentriertheit neigen, vergessen gerne Dinge. Doch auch diese Aussetzer sind normalerweise vorübergehend und die Inforation ist irgendwann in einem ruhigen Moment wieder abrufbar.
Dies geschieht übrigens von ganz alleine. Niemand sollte sich angestrengt über Tage hinweg an etwas erinnern wollen. Das blockiert nur die Öffnung des Gedächtnisses. Es scheint ganz so, als habe selbst das Gedächtnis ein Gedächtnis dafür, was wir wissen wollten und schließlich kramt es die Information doch noch hervor.

Die Grenze zwischen normal und krank

Es ist nicht immer ganz einfach, die Schwelle zwischen normaler Vergesslichkeit im Alter und einer Krankheit zu erkennen. Die Selbstbeobachtung kann wertvolle Hinweise liefern. Im Zweifelsfall können auch Angehörige und Freunde befragt werden. Dem Umfeld fallen Veränderungen oft besser auf als Betroffenen selbst.

Ein Mensch, der sein Leben lang etwas zerstreut war und gerne Schlüssel verlegt hat, wird dies sehr wahrscheinlich auch im Alter tun – und es ist völlig normal.
Hat jemand selten oder nie Probleme mit dem Gedächtnis gehabt und verlegt plötzlich dauernd die Schlüssel oder andere Sachen, ist Vorsicht geboten.
Können Stress, Überlastungen oder Medikamente dahinter stecken?

Ähnlich ist es mit dem Vergessen von Namen. Das kann ab und zu vorkommen. Bedenkenswert wird es, wenn plötzlich auffallend oft mehrere Namen verschiedener Personen aus dem Gedächtnis verschwunden sind.

Fallen eigene persönliche Daten plötzlich nicht mehr ein, sollte der Zustand weiter beobachtet werden. Kommen noch weitere Ausfälle dazu, ist ein Gang zum Arzt ratsam.

Ähnlich verhält es sich mit täglichen Arbeitsabläufen wie Kochen, Putzen, Aufräumarbeiten oder Autofahren. Sind da plötzlich Lücken, wo vorher keine waren, kann das ein Zeichen für eine ernstzunehmende Störung sein.

Kommen Lücken häufiger vor, hilft der Arzt

Demenz oder Alzheimer beginnen schleichend. Das ist das Tückische an diesen Krankheiten. Je früher sie erkannt werden, desto besser kann man den Verlauf hinauszögern.

Es gibt sicherlich keinen Grund, sich wegen jeder kleinen vergessenen Sache Sorgen über eine Erkrankung zu machen. Erst wenn Dinge auftauchen, die wirklich sehr ungewöhnlich sind und sich zudem häufen, ist ein Besuch beim Arzt ratsam. Vor allem Senioren, die sich unsicher sind, sollten lieber einmal zu oft zum mentalen Check-up gehen, denn zu wenig.

Der Arzt testet anhand bestimmter Verfahren die Gedächtnisleistung beziehungsweise Lücken. Fällt die Diagnose negativ aus, gehen Betroffene wieder erleichtert durchs Leben. Stellt sich tatsächlich eine Erkrankung im Frühstadium heraus, sollten Betroffene froh sein, dass die Störung früh erkannt wurde und nun therapiert werden kann.