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Wenn der Griff zu Medikamenten gefährlich wird

Mit Hilfe von Medikamenten lässt sich die Genesung bei Krankheiten unterstützen. Jeder Mensch wird also in seinem Leben früher oder später mit einem Medikament in Berührung kommen. Gerade im Alter werden es immer mehr gesundheitliche Beschwerden, die einer Behandlung bedürfen. Unter Umständen eben auch mit Medikamenten. Doch sind diese im Alter immer unbedenklich? Einfach zu beantworten ist diese Frage nicht. Sicher ist allerdings, dass sich im Alter bestimmte Medikamente negativ auswirken können. Mitunter bewirken sie sogar das Gegenteil, anstatt zu helfen.

Hinzu kommt, dass die Nieren die enthalten Schadstoffe nur noch langsam ausscheiden. Es gilt also gerade für ältere Menschen besondere Vorsicht bei der Anwendung von Medikamenten.

Welche Medikamente sollten mit Vorsicht angewendet werden?

Ein Wehwehchen hier, ein Zipperlein da oder auch ein schlechter Schlaf: der Griff zu Medikamenten ist schnell geschehen, um die Beschwerden loszuwerden. Vor allem folgende Medikamente sollten von älteren Menschen mit Vorsicht genutzt werden:

1. Schmerzmittel

Rückenschmerzen, Arthrose und Verspannungen – nur einige der zahlreichen Beschwerden, von denen vor allem ältere Menschen geplagt sind. Dabei geht der Griff schnell zu Schmerzmitteln. Doch genau diese können aufgrund der unterschiedlichen Inhaltsstoffe und deren Nebenwirkungen gefährlich werden. Das wohl bekannteste Schmerzmittel ist dabei Aspirin. Dieses lindert aber nicht nur Schmerzen, sondern wirkt zudem blutverdünnend. Ältere Menschen leiden oft auch unter Bluthochdruck und nehmen Blutdrucksenker ein. Aspirin sollte daher gemieden werden, da blutverdünnende Medikamente im Übermaß das Risiko für innere Blutungen erhöhen.

2. Blutdrucksenkende Medikamente

Blutdruckveränderungen sind ein Leben lang möglich. Je nach körperlicher Verfassung leiden vor allem ältere Menschen häufig an Bluthochdruck. Zur Behandlung werden vom Arzt in der Regel Blutdrucksenker verordnet. Doch auch diese bergen Risiken. Wer ohnehin unter Augenproblemen leidet, sollte dies dem Arzt mitteilen, denn die Inhaltsstoffe von Blutdrucksenkern verursachen nicht selten trockene Augen. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist daher empfehlenswert.

3. Beruhigungs- und Schlafmittel

Im Laufe des Lebens verändert sich der Körper, Inhaltsstoffe von Medikamenten werden nur noch langsam abgebaut. Daher bleiben viele Wirkstoffe deutlich länger im Körper. Das gilt vor allem für wasserlösliche Medikamente. Vor allem Beruhigungsmittel sollten nur sehr vorsichtig zum Einsatz kommen, da diese aufgrund der längeren Verweildauer im Organismus zu Unruhe, Verwirrung und Angst führen können. Auch Schlafmittel sind mit Vorsicht zu genießen, vor allem Patienten mit Herzproblemen haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen.

4. Antidepressiva

Depressionen haben die unterschiedlichsten Ursachen. Ebenso vielfältig sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Im Alter sind Antidepressiva aber keineswegs unbedenklich. Je nach Wirkstoff und allgemeinen Gesundheitszustand kann es zu einer erhöhten Sturzgefahr bei den Patienten kommen. Auch Schwindel und Benommenheit treten häufig auf.

5. Cortison

Cortison kann den Körper durchaus bei verschiedensten und auch altersbedingten Erkrankungen wie Rheuma unterstützen. Die Schmerzen lassen mit Cortison eindämmen. Allerdings steigt dadurch auch der Blutzucker, weshalb die Einnahme von Cortison bei einem bestehenden Diabetes nicht ratsam ist.

So lassen sich Medikamente sicher einnehmen

Da Medikamente nicht nur Wechsel- sondern auch Nebenwirkungen aufweisen, empfiehlt sich immer ein Blick auf den Beipackzettel. Dieser gibt Informationen zur optimalen Dosis sowie den Maßnahmen im Notfall. Weiterhin dürfen abgelaufene Medikamente nicht mehr eingenommen werden. Die Anschaffung einer Tablettenbox mit Wochentagen empfiehlt sich ebenfalls, wenn es um eine sichere Einnahme von Medikamenten geht.

Weiterhin empfiehlt es sich, Medikamente genauer prüfen zu lassen. Das gilt auch für freiverkäufliche Präparate, deren Wirkung nicht unterschätzt werden sollte. Es ist enorm wichtig, gefährliche Medikamentencocktails zu vermeiden. Zudem ist es ratsam, eine Liste aller aktuell genutzten Medikamente bei sich zu tragen. Auch eine regelmäßige Kontrolle der verordneten Medikamente erweist sich als sinnvoll. Schließlich verändert sich der Körper, Leber und Niere arbeiten im Alter nicht mehr so gut. Ein erfahrener Arzt sollte die Medikamentendosis daher regelmäßig überwachen. Zudem wird dieser ungeeignete Medikamente ab- oder ersetzen. Auch wird er in gewissen Abständen Blut abnehmen und so zur Aufrechterhaltung der Gesundheit beitragen.