Wird eine Polyneuropathie diagnostiziert, wird der Arzt einige weitere Untersuchungen und Tests durchführen, um die richtige Therapie für Sie zu finden.

  • Die Nervenleitfähigkeit wird untersucht.
  • Die Vibrationsempfindlichkeit wird geprüft.
  • Es werden Gefühlstests durchgeführt.
  • Die Kälte- und Wärmeempfindlichkeit wird untersucht.
  • Gegebenenfalls wird eine Gewebeprobe entnommen.

Die Therapie der Polyneuropathie erfolgt, indem die Ursachen der Erkrankung behandelt werden. Wird die Ursache erkannt und therapiert, ist eine Heilung möglich.

Beispiel: Auslöser Alkoholmissbrauch

Wird das Ziel der Abstinenz des Patienten im Rahmen der Therapie erreicht und erhält der Patient entsprechende Vitamine, kann eine Heilung der peripheren Nerven erfolgen.

Beispiel: Auslöser Diabetes mellitus

Polyneuropathie_UrsachenWird der Patient, der jahrelang an einer Diabetes leidet, medikamentös sehr gut eingestellt und normalisieren sich dadurch seine Blutzuckerwerte, kann die Schädigung und Beeinträchtigung der Nerven gestoppt werden. Auch eine richtige, kontinuierliche Fußpflege ist wichtig. Gerade bei Empfindungsstörungen sollte eine Inaugenscheinnahme und regelmäßige Pflege der Füße erfolgen.

So kann vermieden werden, dass vom Patienten unbemerkt Hautdefekte entstehen, die sich im späteren Verlauf entzünden könnten. Wurde eine Ursache für die Erkrankung nicht diagnostiziert, stellt sich eine therapeutische Behandlung sehr schwierig dar. Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente könnten dann zwar zur Linderung führen, jedoch den Grund der Erkrankung nicht behandeln.

Welche weiteren Methoden und Therapien sind möglich?

  • Schmerzen: Antidepressiva, Antikonvulsiva, Physiotherapie und Elektrotherapie
  • Anfängliches Kribbel-Gefühl: Naturheilverfahren
  • Schmerzen und Empfindungsstörung: Akupunktur und Fußreflexzonenmassage

Außerdem helfen als Therapie unter anderem Physiotherapie, Sport und viel Bewegung, mit der Polyneuropathie zu leben. Die Behandlungsmethoden müssen fortlaufend und kontinuierlich erfolgen, um einen entsprechen Erfolg für die verbesserte Lebensqualität zu erzielen. Jede Unterbrechung kann zu einem „Rückschlag“ führen, der die Beschwerden wieder in den Vordergrund rücken lässt.

Was kann der Patient für sich tun?

Abschließend noch Empfehlungen für eigene Behandlungsmethoden, die Patienten selbst durchführen sollten:

  • Yoga kann maßgeblich dazu beitragen, dass Patienten trotz der Nervenschäden ihre Körperbeherrschung erhalten, festigen und wiedererlangen.
  • Positiv denken führt dazu, dass die Persönlichkeit des Patienten gestärkt wird und er dadurch eine positive Sichtweise auf ein Leben mit der Erkrankung bekommt.
  • Freizeit ist wichtig und sollte mit sportlichen und anderen gesundheitsfördernden Aktivitäten ausgefüllt werden, die Körper und Geist aktiv hält.