Niereninsuffizienz ist eine unheilbare Erkrankung. Wird die Krankheit jedoch frühzeitig erkannt, gibt es Wege und Möglichkeiten die Funktion der Nieren noch lange Zeit zu erhalten. Da die Erkrankung fortschreitet, ist es empfehlenswert und notwendig, dass sich der Patient mit dem Endstadium der Erkrankung auseinandersetzt. Dabei sind das Wissen und die ärztliche Aufklärung zur Hämodialyse, Peritonealdialyse und Transplantation von Bedeutung.

Diabetes mellitus

Leidet der Patient an Diabetes mellitus, ist der Blutzuckerwert fortlaufend und gründlich zu kontrollieren. Die Einstellung auf das richtige Medikament und die Dosierung sind sehr wichtig.

Hypertonie

Der Blutdruck des Patienten sollte regelmäßig gemessen werden. Eine optimale Medikamenteneinstellung ist dabei notwendig und fortlaufend zu überwachen.

Cholesterin

Ein zu hoher Cholesterinspiegel kann Folge einer zu fettreichen Ernährung des Patienten sein. Die eingeschränkte Funktion der Nieren führt dazu, dass der reverse Cholesterintransport unzureichend ist.

Medikamente

Die Einnahme von zusätzlichen Medikamenten (z. B. Schmerzmittel) ist auf das Nötigste zu beschränken oder völlig zu vermeiden, da sie negative Auswirkungen auf die bereits eingeschränkte Nierenfunktion hat.

Essen

Bei einer Niereninsuffizienz spielt die Ernährung des Patienten eine entscheidende Rolle. Sie wirkt sich spürbar auf die medizinische Behandlung und den gesamten Krankheitsverlauf aus. Durch eine richtige Ernährung und Diät kann der Patient seinen Gesundheitszustand selbst positiv beeinflussen. Niereninsuffizienz ist mit einem erhöhten Eiweißabbau und Fettstoffwechselproblemen verbunden. Daher sollte der Patient unbedingt bei der Ernährung auf die Kalorien achten, die er mit den Mahlzeiten zu sich nimmt. Also Richtwert gilt die Obergrenze von 40 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht und innerhalb von 24 Stunden. Auch der Eiweißgehalt sollte pro Tag und Kilogramm Körpergewicht nicht über 08, Gramm liegen. Da Natrium den Blutdruck erhöhen kann, sollte auf natriumarme Kost geachtet werden. Ebenfalls sollten keine überschüssigen Mengen an Kalium durch Nahrungsmittel aufgenommen werden, da die Nieren mit ihrer eingeschränkten Funktion nicht mehr in der Lage sind, überschüssiges Kalium aus dem Blut herauszufiltern.

Trinken

Auch bei der Flüssigkeitszufuhr ist darauf zu achten, dass nur so viel an Nierenkrank_Ernährung_SportFlüssigkeit zu sich genommen wird, wie am Vortag ausgeschieden wurde. Scheidet der Patient zu wenig Urin aus, sollte seine Ernährung auf kalium- und natriumreiche Ernährung umgestellt werden. Der Patient sollte nicht zu viel Flüssigkeit zu sich nehmen, da die Gefahr besteht, dass sich Flüssigkeitsansammlungen im Körper bilden. Der behandelnde Arzt wird den Patienten dahingehend beraten, welche Menge an Flüssigkeit ohne Bedenken getrunken werden darf. Empfehlenswert ist, aus Flaschen und Gefäßen zu trinken, bei denen der Patient die Menge der Flüssigkeit sehr gut ablesen kann.

Bewegung

Durch Sport und Bewegung wird beim Patienten eine bessere physische und psychische Verfassung erreicht. Der Organismus wird durch Muskelaufbau gestärkt, die Koordinationsfähigkeiten werden verbessert. Bewegung und Ausdauertraining wirkt sich äußerst positiv auf das Herz und den Kreislauf aus. Durch Sport wird die Dialyseeffektivität gesteigert. Die Lebensqualität und körperliche Leistungsfähigkeit verbessern sich.