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help4seniors ist eine kleine, herzliche Pflegeagentur aus Düsseldorf. Wir vermitteln professionelle Pflegekräfte aus Osteuropa für die sogenannte 24 Stunden Betreuung. Wir haben es uns zur Mission gemacht, pflegebedürftigen Menschen ein würdevolles Leben zuhause, bei ihren Angehörigen, zu ermöglichen.

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Wie macht sich ein Nährstoffmangel im Alter bemerkbar?

Immer mehr Menschen leiden an einem Nährstoffmangel, vor allem auch ältere. Denn neben unserem modernen Lebensstil sind es gerade Begleiterscheinungen des Alterns, die eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen erschweren.

Gründe für einen Nährstoffmangel im Alter

Im Alter wird es oft schwieriger, einen gesunden Lebensstil aufrechtzuerhalten. Eine ausgewogene Ernährung mit drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag etwa. Oder mit viel Bewegung im Freien. Die Ursachen dafür können vielfältig sein.

So sind im Alter Magen- und Verdauungsbeschwerden nicht selten. Hinzu kommen Probleme beim Kauen und Schlucken durch Mundtrockenheit oder Zahnprobleme. Letztere erschweren immerhin jedem Fünften über 65 das Kauen. Wer unter solchen Beschwerden leidet, für den führt der Verzehr von knackigem Obst und Gemüse zu noch mehr Unannehmlichkeiten. Hinzu kommt, dass im Alter sowohl Anzahl als auch Funktion der Geschmackspapillen nachlässt. Folge: Salzig und süß werden weniger stark wahrgenommen, das Essen schmeckt fade. Da hilft es nicht, dass nebenbei im Alter die Sättigungshormone schneller aktiv werden. Auch Medikamente schlagen vielen Senioren auf den Magen.

Wer trotzdem noch genießen will, greift deshalb gerne zu weichem Weißbrot und stark gewürzten Fertiggerichten mit einem hohen Anteil an geschmacksverstärkendem Fett. Deren einfache und schnelle Zubereitung kommt gerade älteren Menschen entgegen, die sich unwohl fühlen oder nicht mehr ganz so aktiv und beweglich sind. In manchen Fällen schränken Gebrechlichkeit und Vereinsamung das soziale Leben ein. Auch das lässt die Lust aufs Essen schwinden. Finanzielle Einbußen im Alter sind keine Seltenheit und beeinflussen, was wir einkaufen. Und selbst wer richtig isst, kommt manchmal zu kurz. So führt eine Gastroenteritis etwa zur verminderten Aufnahme von Vitamin B12. 

Ein Nährstoffmangel lässt sich über eine ausgewogene Ernährung auch im Alter vorbeugen.

Nährstoffmangel im Alter: So wirkt sich eine Unterversorgung aus.

Über eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft bzw. der Sonne nehmen wir unter idealen Bedingungen viele lebenswichtige Nährstoffe auf. Vitamin D, das bei Sonneneinwirkung unter der Haut gebildet wird, ist wichtig für den Calciumstoffwechsel und damit für die Knochengesundheit. Folat aus frischem Obst und Gemüse wirkt sich unter anderem positiv auf die Demenzprävention aus. Verschiedene Studien konnten nachweisen, dass nicht nur für diese wichtigen Stoffe, sondern auch bei den Vitaminen E und C sowie B1, B2 und B6 je nach betrachtetem Nährstoff bis zu 50 % der Testgruppe die empfohlenen Richtwerte unterschreiten. Noch schlimmer sieht es zum Teil bei Calcium, Magnesium und Jod aus.  

Dieser eklatante Mangel an wichtigen Nährstoffen ist in zweierlei Hinsicht bedenklich. Zum einen sind alle diese Stoffe an wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Ein anhaltender Mangel führt dazu, dass diese Prozesse nicht mehr richtig ablaufen. Die Lebensqualität wird eingeschränkt, im schlimmsten Fall die Lebenserwartung verringert. Zum anderen leistet die Unterversorgung vielen Altersbeschwerden Vorschub und beschleunigt den Verlauf. So wirkt sich etwa ein Mangel an Calcium und Vitamin D negativ auf Gesundheit und Stabilität der Knochen aus. Typische Alterserscheinungen wie Osteoporose, Muskelschwäche und Knochenbrüche werden so begünstigt. Nicht selten führt ein einfacher Sturz im Alter so zu Immobilität und Pflegebedürftigkeit! 

Prävention: Altersvorsorge durch ausgewogene Versorgung

Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über Mangelzustände. Bringt eine Ernährungsumstellung keine Besserung, können diese gezielt und einfach mit Nahrungsmittelergänzungen behoben werden. Mit ihnen kann man leicht und unabhängig von Beschwerden, sozialen und finanziellen Umständen oder der Situation in der Pflege eine ausgewogene Versorgung mit allen nötigen Nährstoffen garantieren.

Übrigens: Symptome von Mangelerscheinungen werden gerade bei älteren Menschen gerne falsch gedeutet. Wer zum Beispiel häufig an Infekten leidet, depressiv ist oder auffällig vergesslich wird, muss nicht gleich an organische Ursachen, Angststörungen oder gar Demenz denken. Ein Mangel an Vitamin B12 kann sich auf diese Weise äußern. Da Nährstoffmangel sich aber erst nach langer Zeit zu äußern beginnt und gerade bei Senioren die Ursache für Beschwerden schnell in altersbedingten Erkrankungen gesucht wird, wird der Nährstoffmangel oft nicht erkannt.