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Leistenbruch im Alter – wie kann man das Risiko mindern?

Als Synonym für einen Leistenbruch dient der Begriff Leistenhernie. Meistens verursacht er kaum Beschwerden. Operativ lässt sich der Bruch einfach entfernen. Allerdings tauchen an dieser Stelle die berechtigten Fragen auf: “Wie kann man einen Leistenbruch verhindern und damit auf diesen Eingriff verzichten? Welche Gefahren birgt eine Operation? Und wie lange dauert die Erholungsphase?”

Sowohl die Naturheilkunde als auch die Schulmedizin befürworten ein Leben nach dem Prinzip “Vorbeugen ist besser als heilen”. Das gilt insbesondere für einen lästigen Leistenbruch. Es existieren durchaus Methoden, um einen Leistenbruch und die damit verbundenen Konsequenzen zu verhindern. Deshalb ist es wichtig, zunächst zu verstehen, wie ein Leistenbruch entsteht.

Wie kommt es zu einem Leistenbruch?

Schwachstellen in der vorderen Bauchwand führen zu einem Leistenbruch. Der Leistenkanal ist davon betroffen. Er verläuft schräg abwärts, geht zum Schambein und dient als Brücke zwischen Bauchhöhle und Leistengegend. Bereits im Mutterleib entwickelt sich der Kanal als Hohlraum. Durch diesen können dann die Hoden aus der Bauchhöhle heraus in den Hodensack hinabwandern. Sobald die Hoden am Ziel ankommen, schließt sich der Kanal. Dort umschließen die umgehenden Muskeln den Leistenkanal. Bei Männern verlaufen durch diese Bahn neben den Blut- und Lymphgefäßen auch Nerven sowie der Samenstrang.

Wenn ein Leistenbruch entsteht, wölben sich aufgrund der entstandenen Lücke das Bauchfell, Fettgewebe und sogar der Darm. Der Leistenbruch betrifft überwiegend Männer, weil ihr Leistenkanal wesentlich weiter ist als der Kanal bei Frauen. Demzufolge erhöht ein schwaches Bindegewebe die Wahrscheinlichkeit eines Leistenbruchs.

Es kursiert ein hartnäckiges Gerücht, welches besagt, dass schwere Lasten einen Leistenbruch verursachen. Deshalb sollten Senioren angeblich weder schwere Koffer heben noch anderweitige schwere Gegenstände tragen.

Wie lässt sich das Risiko senken?

Senioren müssen sich nicht kampflos einem Leistenbruch-Risiko aussetzen. Sie können dieses mit bestimmten Aktivitäten senken. Eine tägliche, körperliche Aktivität, die sich auf eine Dauer von 30 Minuten beläuft, dient als sinnvolle Prävention.

Zwei Senioren sitzen auf Gymnastikbällen und haben die Arme vor sich ausgestreckt. Eine Frau steht hinter ihnen.

Es existiert daneben ein Zauberwort und dieses nennt sich: Normalgewicht. Denn es wirkt als natürliche Medizin gegen sämtliche, moderne Zivilisationskrankheiten. Arthrose, Harnsteinleiden und Diabetes mellitus gehören zu den modernen Gesundheitsbeschwerden. Diabetes mellitus schadet dem Körper in vielerlei Hinsicht: Leistenschmerzen sind nur ein kleiner Teil der Beschwerden, welche die Zuckerkrankheit verursacht. Ein Normalgewicht hingegen entlastet die Leisten, so dass es seltener zu einem Leistenbruch kommt.

Ein starkes Pressen beim Stuhlgang kann einen Leistenbruch fördern. Deshalb sollte der Stuhl weich bleiben, damit kein starkes Drücken notwendig ist. Eine hohe Trinkmenge fördert die Verdauung, beugt einer Verstopfung vor und fördert einen regelmäßigen, weichen Stuhlgang: 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag sind notwendig. Des Weiteren sollte die Ernährung ballaststoffreich sein. Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse fördern die Verdauung. Zudem unterstützen diese Lebensmittel eine regelmäßige Darmentleerung.

Da ein schwaches Bindegewebe einen Leistenbruch begünstigt, lohnt sich eine Stärkung der Bauchmuskeln. Sie können das Risiko eines Bruchs senken. Allerdings kann niemand von Senioren verlangen, dass diese hochmotiviert ein Bauchmuskeltraining absolvieren. Stattdessen genügen regelmäßige Spaziergänge, denn dadurch bleiben Senioren in Bewegung. Das wirkt sich wiederum positiv auf das Bindegewebe aus.

Bei den Ratschlägen handelt es sich um mögliche Methoden zur Vorbeugung eines Leistenbruchs. Dennoch ist nicht gewährleistet, dass die Vorsichtsmaßnahmen den Bruch verhindern. Wenn es zu einem Leistenbruch kommt, ist eine ärztliche Behandlung notwendig.