Künstliches_Kniegelenk_ArthroseIn Deutschland werden eine Vielzahl von Knieoperationen unter anderem aufgrund von Arthrose durchgeführt, bei denen ein künstliches Kniegelenk eingesetzt wird. Dabei gibt es Besonderheiten bei den Knieprothesen. Entsprechend der Symptome und des Krankheitsbildes werden Voll- oder Teilprothesen eingesetzt. Teilprothesen ersetzen die Gelenkfläche des Ober- oder Unterschenkels. Bei Vollprothesen findet ein Austausch der Gelenkflächen des Ober- und Unterschenkels statt.

Das menschliche Knie ist das Gelenk, welches im Laufe eines Lebens erheblichen Beanspruchungen ausgesetzt sein kann. Grundsätzlich besteht das menschliche Knie aus Bändern, Muskeln und Knochen. Zu den Knochen gehören der Oberschenkelknochen, der Schienbeinknochen sowie die Kniescheibe. Die Meniskusscheiben und die Knorpelschicht fixieren den Oberschenkelknochen und mildern Stöße ab.

Arthrose: Ursache

Im Laufe der Zeit wird die Knorpelschicht durch eine Überbeanspruchung nach und nach abgenutzt. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine entscheidende Rolle. Das Körpergewicht, das Alter und die körperlichen Aktivitäten bestimmen den Verlauf der Abnutzung. Arthrose bezeichnet die Erkrankung, bei der durch Abrieb und Abnutzung Schmerzen im Kniegelenk entstehen. Die Knorpelschicht wird dabei degenerativ geschädigt. Außerdem können genetische Veranlagungen und andere Erkrankungen eine Arthrose begünstigen. Nicht selten ist es daher notwendig, ein künstliches Kniegelenk in Erwägung zu ziehen.

Arthrose: Symptomatik

Bei Arthrose im Kniegelenk verspürt der Patient, wenn er mit einer Bewegung beginnt, Schmerzen. Das Kniegelenk wird steifer. Auch Veränderungen der Wetterlage machen sich mitunter im Kniegelenk bemerkbar. Patienten mit Arthrose verfügen häufig über ein unsicheres Gangbild. Im weiteren Verlauf der Arthrose werden die Bewegungen des Patienten durch die Einschränkung und die Schmerzen immer weiter eingeschränkt. Selbst im Ruhezustand schmerzt dann das Kniegelenk.

Was bringt Ihnen ein künstliches Kniegelenk?

Zweifellos ist heute nach den neusten medizinischen Erkenntnissen das Einsetzen eines künstliches Kniegelenk ein aussichtsreiches, bewährtes Operationsverfahren. Die Grundlage für den Erfolg einer Operation bildet die optimistische Einstellung des Patienten, die richtige Auswahl des Operationsverfahrens, die ausführliche OP-Vorbereitung, ein optimaler OP-Verlauf und eine bestmögliche, rehabilitative Anschlussbehandlung. Das durch Arthrose geschädigte Kniegelenk wir durch den Operateur entnommen.

Das künstliche Kniegelenk wird mittels eines speziellen Klebers fixiert oder durch Pressen verbunden. Im Laufe der Zeit verbindet sich der Knochen mit dem Prothesenteil. Sind diese Grundlagen vorhanden, wird der Ersatz des durch Arthrose geschädigten Kniegelenks dazu führen, dass die Schmerzen im Kniegelenk deutlich gemindert werden oder sogar nach der Operation Schmerzfreiheit besteht. Somit wird die Lebensqualität insgesamt verbessert. Selbstverständliche, alltägliche Aktivitäten werden wieder schmerzfrei möglich sein. Zu beachten ist, dass sich nach den rehabilitativen Maßnahmen – nach etwa 12 Wochen nach der Operation – die ersten deutlichen Verbesserungen für den Patienten abzeichnen. Fehlstellungen und Belastungen aufgrund der Arthrose müssen nun erst beseitigt und ausgeglichen werden.

Das abschließende Ergebnis der Operation und des künstlich Kniegelenks ist für den Patienten erst nach etwa 24 Monaten ablesbar.

Künstliches Kniegelenk: Aufbau

Ein künstliches Kniegelenk ist wie folgt aufgebaut:

  • Metallkappe für den „Anschluss“ des künstlichen Kniegelenks an den Oberschenkelknochen
  • Metallscheibe mit Schaft, die am Unterschenkelknochen fixiert wird
  • Gleitfläche, die als Meniskusscheiben und Gelenkspalt dienen