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Ein gesunder Darm für gesunde Senioren

Der Darm ist ein Superorgan. Er genießt sogar den Rang des sogenannten zweiten menschlichen Gehirns. Weshalb? Weil er einen großen Beitrag für den Erhalt der menschlichen Gesundheit leistet. Wenn der Darm gesund ist, ist auch der Senior gesund. Des Weiteren stärkt ein gesunder Darm das Immunsystem. Senioren sind für Infekte besonders anfällig. Schlimmstenfalls kann ein harmloser Grippeinfekt tödlich enden. Das liegt am schwachen Immunsystem. Ein gesunder Darm hingegen ist nicht nur für die Verdauung eine Wohltat, sondern auch für die Immunität.

Der Darm verändert sich im Alter

Verstopfungen und Verdauungsbeschwerden treten unabhängig vom Alter auf. Neugeborene können unter Verstopfungen leiden, wenn ihnen die ausgewählte Milch nicht zusagt. Allerdings nehmen Darmbeschwerden mit einem steigenden Alter zu. Sofern es sich um milde Beschwerden handelt, kann eine gesunde Ernährung die Leiden beheben. Denn eine Darmflora, die sich in einem Ungleichgewicht befindet, ist in der Regel die Ursache zahlreicher Übel. Neben einer gesunden Ernährung dient an zweiter Stelle eine ausreichende Bewegung als Unterstützung für einen gesunden Darm.

Der Darm mag kein Zucker

In Deutschland bevorzugen junge und ältere Menschen gleichermaßen Süßes. Darunter leidet jedoch ihr Darm. Er wird zunächst träge, anschließend erkrankt das Superorgan. Faserreiche Kost hingegen fungiert als Wohltat für den Darm. Vollkornprodukte, frisches Obst und abwechslungsreiches Gemüse sind immer eine gute Idee, weil sie zahlreiche Ballaststoffe enthalten. Denn diese dienen wiederum als natürliche Füllung für den Darm. Demzufolge kommt es zu einem regelmäßigen Stuhlgang. Außerdem fungieren die Ballaststoffe als wertvolles Futter für die lebensnotwendigen Darmbakterien. Allerdings sind zwei Liter Flüssigkeit pro Tag als Ergänzung zu den Ballaststoffen notwendig. Diese Flüssigkeitsmenge verhindert eine Verstopfung.

Eine Seniorin mit grauen Haaren hält ihre Hände in der Luft – in ihrer rechten Hand hält sie ein Glas Wasser, in ihrer linken einen grünen Apfel.

Während des Alterungsprozesses atrophieren die Muskeln im Dickdarm. Sie sind jedoch notwendig, um den Speisebrei fortzubewegen. Wenn die Muskeln inaktiv sind, dominieren Verstopfungen. Auch die Darmflora verändert sich – nicht zugunsten der Senioren. Infolgedessen sinkt die Anzahl der guten Darmbakterien. Stattdessen gewinnen die Bakterien, die Verstopfungen, Durchfälle und Blähungen verursachen, Oberhand.

Medikamente beeinflussen die Darmgesundheit

Senioren nehmen aufgrund ihres Alters meistens das eine oder das andere Medikament ein. Das liegt daran, dass die Gesundheit mit einem steigenden Alter abnimmt. Herz-, Nieren- und Bluthochdruckprobleme sowie Diabetes mellitus gehören dabei zu den häufigen Beschwerden, die mithilfe von Tabletten reguliert werden müssen. Allerdings gehen medikamentöse Therapien keineswegs spurlos an dem Organismus eines Menschen vorbei. Natürlich sind Arzneimittel mit Nebenwirkungen behaftet.

Es ist allgemein bekannt, dass Medikamente gegen Bluthochdruck den Verdauungsvorgang hemmen. Dasselbe trifft übrigens auf Schmerzmittel zu. Deshalb sollten Senioren, die verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie sonstige Schmerzstiller einnehmen, auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten. Vollkornprodukte eignen sich sehr gut, um die Nebenwirkungen der Medikamente zu regulieren. Allerdings verträgt nicht jeder vollkornhaltige Lebensmittel. Als Alternative dienen Flohsamenschalen oder Weizenkleie. Auch eine ausreichende Bewegung dient als sinnvolle Maßnahme.

Chronische Darmkrankheiten stören die Verdauung

Es sind nicht nur Medikamente, welche den Darm beeinträchtigen, sondern auch Gesundheitsbeschwerden. Darmbeschwerden sind Begleiterscheinungen von zahlreichen Krankheiten: 

  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Depressionen

Daneben können Bandscheibenvorfälle, die sich im unteren Rücken abgespielt haben, ebenfalls die Verdauung verlangsamen. Das trifft vor allem dann zu, wenn der Bandscheibenvorfall auf die Nerven drückt, welche den Darm steuern. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen beeinträchtigen die Darmtätigkeit. Senioren sind des Öfteren entweder von einer Schilddrüsenüberfunktion oder von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen. Dieses Organ ist jedoch wichtig, weil es Hormone produziert, die eine einwandfreie Darmtätigkeit unterstützen. Eine Überfunktion verursacht in manchen Fällen Durchfälle, wohingegen eine Unterfunktion mit Verstopfungen verbunden ist.

Es existiert somit keine universell gültige Regel, welche einen gesunden Darm bei Senioren garantiert. Stattdessen ist es wichtig, den Zustand der Senioren zu analysieren. Denn eine Person mit Herzbeschwerden benötigt eine Ernährung, welche nicht mit den Nebenwirkungen der Medikamente kollidiert. Wohingegen ein Senior mit einer Schilddrüsenüberfunktion Lebensmittel bevorzugen sollte, die einem Durchfall entgegenwirken. Denn Durchfälle verursachen einen hohen Flüssigkeitsverlust, der wiederum eine Dehydration auslösen kann.