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Fitnesstraining und Nervenzellen ausbilden – so bleiben Sie fit

Mit dem Alter werden Körper und Geist allmählich schwächer. Viele Menschen setzen dann auf Gehirntraining und das zielgerichtete Nervenzellen ausbilden. Doch es gibt noch mehr, was die geistige Fitness verbessern kann.

Das menschliche Gehirn ist ein kompliziertes Netzwerk, welches aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen besteht. Täglich ist es mit der Verarbeitung, Koordination und Speicherung von Informationen beschäftigt. Die Aufgaben sind dabei anspruchsvoll: hören, sehen, sprechen, fühlen, bewegen, handeln, denken und erinnern. Schon ab der Geburt sind die Nervenzellen in dieser hohen Zahl vorhanden, wenngleich ihre Vernetzung untereinander in den ersten Lebensjahren massiv zunimmt. Doch im Laufe des Lebens – vor allem im Alter – geht diese Vernetzung wieder zurück.

Für die Informationsverarbeitung und –weiterleitung benötigt das Gehirn nun deutlich mehr Zeit. Zudem wird der Körper langsamer, Gehör und Augen lassen nach und auch die Muskeln sowie Gelenke werden schwächer und unbeweglicher. Dies fordert das Gehirn zusätzlich. Durch einen hohen Wissens- und Erfahrungsschatz im Alter lassen sich einige dieser Einschränkungen ausgleichen.

Aber darauf möchten sich nur wenige Menschen verlassen. Und das sollten sie auch nicht. Denn die Sorge, durch diese Einschränkungen die eigene Selbständigkeit zu verlieren, ist nicht unbegründet. Häufig wird dann zu pflanzlichen Präparaten mit Gingko gegriffen, welches die Funktionsfähigkeit der Nervenzellen verbessern und die Konzentrationsfähigkeit steigern soll. Auch Gehirnjogging in Form von Denksportaufgaben ist sehr beliebt. Nennenswerte Auswirkungen haben diese Methoden jedoch nicht.

Wesentlich wichtiger sind ganz andere Dinge, die ältere Menschen nicht scheuen sollten.

Nervenzellen ausbilden: Sich etwas zutrauen

Es ist nicht falsch, gezieltes Hirntraining im Alter durchzuführen. Auch im Alter können Menschen neue Aufgaben erlernen und sich durch regelmäßige Übungen deutlich verbessern. Wichtig ist, sich auch etwas zuzutrauen. Wer etwas Neues erlernen möchte, kann seine eigene Motivation stärken. Als sinnvoll erweist sich dabei das Training von Aufgaben, die auch im Alltag hilfreich sind. So ist es beispielsweise denkbar, Strategien zum Merken von Preisen oder Telefonnummern zu entwickeln.

Persönliche Interessen wahrnehmen

Es müssen keine teuren und zeitaufwendigen Trainingsprogramme fürs Gehirn sein. Oft sind einfache Methoden absolut ausreichend. Bereits ein geistig aktiver Lebensstil wirkt sich positiv aus. Dabei ist es wichtig, seine persönlichen Interessen nicht aus dem Blick zu lassen. Meist wird das Gehirn dadurch deutlich stärker angeregt, als mit standardisierten Aufgaben. Spielen mit den Enkelkindern, Wandern, Schach spielen, Kochen oder auch das Erlernen einer Fremdsprache – all diese Gehirnjogging-Aufgaben lassen sich hervorragend in ein aktives Leben integrieren. Auch sportliche Aktivitäten wie Ausdauertraining können sich positiv auf das Gehirn auswirken und Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Denkvermögen verbessern.

Tipp: Gehirn regelmäßig fordern

Geistige Fitness erfordert ein wenig Anstrengung. Damit es nicht verkümmert, ist eine regelmäßige Forderung des Gehirns notwendig. Auch im Alter sollten sich Menschen deshalb ihren Wissensdurst erhalten – ganz gleich auf welchem Gebiet. Denn das schützt vor geistigem Stillstand. Ein Austausch mit anderen Menschen und körperliche Bewegung hilft beim Ausgleich oder einer Verzögerung der altersbedingten „Einbußen“.