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Fibromyalgie – welche Möglichkeiten zur Linderung gibt es?

Die Krankheit Fibromyalgie ist für die Betroffenen eine starke Belastung. Schmerzen lassen den Alltag zur Qual werden, hinzu kommen Schlafstörungen und andere psychische Probleme. Heilen lässt sich die Erkrankung leider noch nicht. Aber es gibt wirksame Methoden, die Symptome nachhaltig zu lindern. Ein Patentrezept dafür gibt es aber nicht. Jeder Patient ist anders, nimmt seine Beschwerden individuell wahr. Deswegen muss die Therapie auch an jeden einzelnen Betroffenen angepasst werden. Das erfordert viel Geduld und einen erfahrenen Mediziner. Erfahren Sie in unserem Artikel, welche Therapie-Optionen generell zur Verfügung stehen.

Bewegungstraining

Das quälendste Symptom einer Fibromyalgie sind die Muskelschmerzen. Die Ursache dafür sind Verspannungen, die sich in den Muskeln rund um die Gelenke bilden. Diese lassen sich in den meisten Fällen sehr gut mit Sport lindern. Experten raten Betroffenen insbesondere zu Ausdauertraining. Das Ziel ist dabei nicht, sich zu verausgaben. Vielmehr geht es darum, die Muskeln moderat anzustrengen. Das ist dann der Fall, wenn Sie während des Trainings noch ausreichend Luft haben, um sich zu unterhalten.

Fibromyalgie: Möglichkeiten zur Therapie

Infrage kommen dabei Sportarten wie Wandern, Nordic Walking, Schwimmen und Gymnastik. Bei sehr starken Gelenkbeschwerden sind Sportarten im Wasser besonders empfehlenswert, denn sie belasten die Gelenke nicht zusätzlich. Das kann zum Beispiel die klassische Wassergymnastik sein, oder auch moderne Sportarten wie Aqua-Zumba oder Aquajogging.

Physikalische Therapie

Die Hauptbeschwerden der Fibromyalgie rühren von verspannten Muskeln. Diese Verspannungen lassen sich bei vielen Patienten mit Wärme gut behandeln beziehungsweise lindern. Kälte-Therapien sind indes nicht ratsam. Sie verschlimmern bei den meisten Patienten die Beschwerden. Auch Massagen empfehlen Mediziner nicht. Sie können zwar zu einer Lockerung der Muskeln beitragen. Bei Fibromyalgie-Patienten haben sie sich jedoch nicht als hilfreich erwiesen. Im schlimmsten Fall kann die Massage die Beschwerden sogar noch verstärken.

Das Mittel der Wahl sind medizinische Bäder. Die können Sie entweder in einer Therme genießen oder während einer Anwendung im Bewegungsbecken.

Psychotherapie

Psychotherapie wirkt bei Fibromayalgie-Patienten auf zwei Arten. Zum einen ist die innere Haltung zu den Schmerzen sehr wichtig für den Therapie-Erfolg. Diese lässt sich durch Gesprächstherapie verändern. Zum anderen sind die Schmerzen an sich eine große psychische Belastung.

Entspannungsverfahren

Die wirkliche Ursache für Fibromyalgie ist zwar noch nicht gefunden. Es gibt aber sehr deutlich Hinweise darauf, dass Stress die Symptome verstärkt. Gegen diesen Stress helfen verschiedene Entspannungsverfahren. Welche konkret zum Einsatz kommen, bestimmt der Patient. Er legt fest, was ihm am besten hilft. Gute Erfahrungen gibt es zum Beispiel mit Yoga, progressiver Muskelentspannung und autogenem Training.

Medikamentöse Therapie

Medikamente können die Therapie gut ergänzen. Allerdings hat sich gezeigt, dass Schmerzmittel meist wirkungslos sind. Sie können zwar das Symptom Schmerzen im Einzelfall lindern. Allerdings ist ihre Wirkung nicht von langer Dauer. Insofern überwiegen in diesem Fall die gesundheitlichen Nachteile den Nutzen bei Weitem. Linderung bringen zwei andere Medikamenten-Gruppen.

Antidepressiva

Viele Fibromyalgie-Patienten leiden zusätzlich unter psychischen Erkrankungen, zum Beispiel Depressionen. Diese Krankheiten entwickeln sich infolge der starken körperlichen Belastungen. Es hat sich gezeigt, dass eine Therapie mit Antidepressiva auf zweierlei Arten wirksam ist. Zum einen beeinflussen diese Medikamente natürlich die psychischen Erkrankungen positiv und das Allgemeinbefinden bessert sich. Zum anderen sind einige Substanzen auch in der Lage, zur Muskelentspannung beizutragen und damit die Schmerzen zu lindern.

Antikonvulsiva

Antikonvulsiva sind eine weitere wichtige Medikamentengruppe, die bei der Behandlung der Fibromyalgie zum Einsatz kommt. Atikonvulsiva wurden eigentlich zur Behandlung der Epilepsie entwickelt und sind in der Lage, Nervenschmerzen zu bekämpfen. Daher können sie auch in der Fibromyalgie-Therapie eingesetzt werden. Das Mittel der Wahl ist meist Pregabalin. Es besitzt zusätzlich eine schmerzlindernde Wirkung. In Studien hat sich ein großer Nutzen für Patienten gezeigt, bei denen starke Muskelschmerzen im Vordergrund stehen. Allerdings sollte der Einsatz immer genau abgewogen werden, denn diese Medikamente haben zahlreiche schwerwiegende Nebenwirkungen.