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Ein starkes Immunsystem hilft, im Alter fit zu bleiben

Frau mit Immunschutz mit Viren und Bakterien um sich

Abgeschlagen, erschöpft, krank: Während wir in jungen Jahren den sprichwörtlichen Baum ausreißen könnten, lassen die allgemeinen Körperkräfte im Alter nach. Die kleine Erkältung, die uns früher kaum etwas anhaben konnte, wird schnell zum ernsthaften Problem. Das Immunsystem ist im Alter nicht mehr so gut gegen virale Erkrankungen gewappnet. Zusätzlich rücken der Gesundheit, gerade im Herbst und Winter, nasse Kälte und trockene Heizungsluft zu Leibe. Ältere Menschen sind häufiger und auch schwerer krank als Jüngere.

Warum die Immunabwehr im Alter schlechter gelingt und was wir dagegen tun können, verrät dieser Artikel.

Warum leiden Senioren häufiger unter Infekten?

Ganz grundsätzlich lassen die Abwehrkräfte im Alter nach und reagieren auf Angriffe durch virale Eindringlinge zeitverzögert. Eine Erklärung für ein schwächeres Immunsystem im Alter liefern die Lymphozyten. Sie sind eine Gruppe weißer Blutkörperchen, die in unserem Blut die wesentliche Arbeit der Immunabwehr leisten. Sie bilden Antikörper und sondern defekte Körperzellen aus. Diese Aufgaben übernehmen die B-Lymphozyten. In jungen Lebensjahren mutieren diese Zellen häufig, sie verändern sich also immer wieder und passen sich so an diverse Krankheitserreger an, um sie effektiv zu bekämpfen. Im Alter gelingen diese Mutationen kaum noch und der Körper muss auf die schon zahlreich vorhandenen, aber weniger effektiven B-Zellen zurückgreifen. Deshalb sind ältere Menschen gegen neue Formen von Viren, beispielsweise die sich jährlich verändernden Grippeviren, nicht gut geschützt und besonders gefährdet. Viren werden weniger abgebaut und bereits beschädigte Körperzellen können schlechter repariert werden.

Eine weitere Erklärung für ein schwächeres Immunsystem im Alter ist die Herkunft der Lymphozyten. Diese werden nämlich unter anderem im Knochenmark gebildet. Aber dieses wird im Alter vermehrt abgebaut und die Produktion von Abwehrzellen somit gehemmt.

Zudem werden Haut und Schleimhäute im Alter empfindlicher und durchlässiger, sodass Krankheitserreger leichter in den Körper gelangen. Zuletzt spielt auch ein allgemein langsamerer Stoffwechsel für die Krankheitsanfälligkeit bei Älteren eine Rolle.

Was können wir tun, um das Immunsystem zu unterstützen?

Die beschriebenen Abbauprozesse sind ganz natürlich und in unseren Genen festgelegt. Allerdings spielen Umwelteinflüsse und der eigene Lebensstil auch und gerade im Alter eine große Rolle für eine effektive Immunabwehr.

Die beste Unterstützung für das Immunsystem besteht in einer guten Vorbeugung. Dazu zählen sinnvolle Impfungen, wie etwa Impfungen gegen Grippe oder Pneumokokken. Aber auch wetterfeste und warme Kleidung in der kalten Jahreszeit, Vermeidung unnötigen Kontaktes mit Erkrankten und eine gute Handhygiene. So können wir uns schon im Vorfeld vor Erregern schützen.

Wichtig für das Immunsystem sind außerdem ausreichende Bewegung, gute Ernährung, erholsamer Schlaf und Stressvermeidung. Ältere Menschen sollten besonders auf kalorienarme, aber nährstoffreiche Kost achten und ausreichend Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zu sich nehmen.

Wer sich ausreichend bewegt und seinen Tag aktiv gestaltet, der schläft in der Nacht auch tiefer und besser und unterstützt die Immunabwehr zusätzlich. Stress und Trägheit sind Gift für das Immunsystem. Deshalb sollten wir ebenso auf unsere geistige Gesundheit und Fitness achten. Wer auf sein Immunsystem achtet und es unterstützt, kann bis ins hohe Alter fit und gesund durchs Leben gehen.