Eine Lähmung tritt dann auf, wenn der Patient einen oder mehrere Muskeln nicht mehr selbstständig bewegen kann. Dieser Verlust der Fähigkeit sich zu bewegen kann entweder vollständig (Paralyse) oder teilweise (Parese) auftreten. Diese Lähmungserscheinungen werden meist durch Schädigungen der Nerven oder eine Verletzung des Rückenmarks oder auch des Gehirns verursacht.

Weitere mögliche Auslöser von Lähmungserscheinungen können sein:

Mangel an Vitamin B12. Dieses baut eine Schutzhülle um unsere Nerven auf. Ist diese beschädigt können Taubheitsgefühle und geringfügige Lähmungen auftreten.

Bandscheibenvorfälle: Hier wird der Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln beschädigt, wodurch zu starker Druck auf das Rückenmark ausgeübt wird. Es liegt keine tatsächliche Verletzung des Rückenmarks vor, die Auswirkungen können dennoch ähnlich bis gleich ausfallen.

Schlaganfall: Eine der häufigsten Ursachen für Lähmungen ist ein Schlaganfall. Durch Störungen der Durchblutung im Gehirn sterben Nervenzellen ab und können so nicht mehr korrekt funktionieren.

Eine häufige Form der Lähmung ist auch die sogenannte Halbseitenlähmung. Hier ist üblicherweise eine Körperhälfte von den Auswirkungen der Lähmung betroffen.

Tipp Nummer Eins: Anpassen der Wohnsituation

Beim Auftreten von Lähmungen ist es nötig, dass sich die psychische Gesundheit der Patienten während einer Therapie nicht verschlechtert. Dazu ist es hilfreich, die Wohnsituation derartig anzupassen, damit eine möglichst geringe Behinderung in der Ausführung alltäglicher Arbeiten auftritt. Um dies zu erreichen, sollten die Möbel entsprechend eingerichtet werden, damit trotz der Lähmung alles möglichst gut und einfach erreichbar ist. Es kann auch vorteilhaft sein, spezielle Möbel wie ein spezielles Bett oder WC anzuschaffen. Einige Einrichtungen haben sich darauf spezialisiert, solche Möbel zu verleihen.

Tipp Nummer Zwei: Hilfe bei der Körperpflege

Allgemein ist zu sagen, dass der Patient so viel wie möglich im Alltag selbst erledigen sollte, auch wenn dies häufig länger dauern kann. Erst wenn es durch bestimmte Lähmungen nicht möglich ist, einzelne Tätigkeiten selbst durchzuführen, sollte unterstützend eingegriffen werden. In diesem Punkt ist allen voran die Mundhygiene zu nennen, da hier einzelne Partien häufig nur schlecht erreicht werden können und daher vernachlässigt werden.

Tipp Nummer Drei: Die medizinische Betreuung

Die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks sowie der Einnahme von wichtigen Medikamenten sollte zum Alltag dazugehören. Eine Unterstützung durch Familienangehörige ist hier der einfachste Weg, Sicherheit zu erhalten. Meist reicht eine Erinnerung oder ein wenig Hilfe bei der Tätigkeit aus. Zu dem Punkt der medizinischen Betreuung sollte auch die Beobachtung des Patienten gehören. Bei Veränderungen des Gesundheitszustandes – egal ob positiv oder negativ – sollte umgehend der behandelnde Arzt informiert werden.

Tipp Nummer Vier: Unterstützung bei der Therapie

Im Rahmen der Therapie wird versucht, dem Patienten seine Mobilität zurückzugeben. Mittels spezieller Übungen wird der Bewegungsablauf geübt und Muskeln und Nerven erneut daran gewöhnt, diese Tätigkeiten auszuüben. Die Therapie kann auch Zuhause weiter unterstützt werden. Dazu gehören anfangs einfache Tätigkeiten wie ein Sitzen im Bett, gefolgt von einfachen Gleichgewichts- und Gehübungen. In diesem Zuge ist es auch wichtig, den Patienten möglichst in einen normalen Alltag einzubinden. All diese Übungen sollten natürlich nur nach Absprache mit dem Therapeuten erfolgen.

Tipp Nummer Fünf: Hilfe bei Sprachstörungen

Bei Lähmungserscheinungen kann häufig auch die Fähigkeit zu Sprechen betroffen sein. Vor allem nach Schlaganfällen tritt dieses Problem oftmals auf. Optimal ist eine Therapie mit speziellen Sprachpädagogen. Diese kann auch durch Angehörige unterstützt werden. Es gilt, den Patienten zum Sprechen zu animieren und ihm zu vermitteln, dass diese vorübergehende Behinderung kein Grund für Scham oder Verzweiflung darstellt.